Solidarität und Vielfalt statt Rechtspopulismus und Einfalt!

Zum morgigen Aktionstag für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung erklären Gesine Agena, Mitglied des Bundesvorstandes und frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Ulle Schauws, MdB, Sprecherin für Frauenpolitik:

„Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Acht Tage vor der Bundestagswahl setzen wir ein starkes Zeichen für dieses Menschenrecht. Wir gehen gemeinsam mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße. Wir stellen uns den Versuchen, erkämpfte Frauenrechte und Freiheiten zurückzudrängen, entschieden entgegen. Bei ungewollter Schwangerschaft brauchen Frauen Unterstützung und Hilfe. Sie brauchen keine Bevormundung und keine Strafe.“

Zum Hintergrund:
Wie jedes Jahr versammeln sich in Berlin am Samstag, dem 16.9.2017, Abtreibungsgegner*innen, christliche Fundamentalist*innen. Auch rechtskonservative Kräfte und Politiker*innen der CDU/CSU und AfD sind dabei. Sie wollen ein totales Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland und Europa durchsetzen. Bestraft werden sollen Frauen, die einen Abbruch vornehmen lassen wollen sowie Ärztinnen und Ärzte, die diese Leistung erbringen. Der sogenannte „Marsch für das Leben“ stellt sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten ein für die Selbstbestimmung von Frauen und Männern, für die Vielfalt von Lebensweisen und für die Gleichberechtigung geschlechtlicher Identitäten. Der Zugang zu einem legalen sicheren Schwangerschaftsabbruch muss für alle Frauen gewährleistet sein. Zur sexuellen Selbstbestimmung gehört außerdem der unkomplizierte Zugang zu Verhütungsmitteln als Teil einer selbstbestimmten Familienplanung, die Sicherstellung der Notfallversorgung bei Vergewaltigung einschließlich anonymer Spurensicherung und der Pille danach und die Absicherung der Hebammenarbeit zur selbstbestimmten Geburt.

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