Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien: Es ist Zeit zum Handeln!

Anlässlich der Abschlussveranstaltung zum Runden Tisch „Frauen in Kultur und Medien“ erklärt Ulle Schauws, Sprecherin für Frauen- und Kulturpolitik:

Die Bundesregierung lässt wertvolle Zeit verstreichen. Bereits vor einem Jahr hat der Deutsche Kulturrat die Studie „Frauen in Kultur und Medien“ vorgelegt. Anstatt nur darüber zu diskutieren, hätten schon längst Maßnahmen zur Stärkung von Frauen in Kultur und Medien stattfinden können und müssen. Zahlen und Fakten liegen zu Genüge vor, ihre Ergebnisse sind klar: Trotz einer steigenden Anzahl von Frauen in künstlerischen Studiengängen sind bis heute Frauen in allen künstlerischen Sparten nicht im gleichen Maße vertreten wie ihre männlichen Kollegen.

Was wir jetzt brauchen, sind konkrete Handlungen. Denn am Ende ist jede Studie nur so gut, wie die konkreten Konsequenzen, die aus ihr gezogen werden. In unserem Antrag „Grundlagen für Gleichstellung im Kulturbetrieb schaffen“ fordern wir die Bundesregierung daher auf, öffentlich finanzierten Kultureinrichtungen und öffentlich geförderten Kulturprojekten die Gleichstellung von Frauen zu unterstützen und die dafür notwendigen Grundlagen zu schaffen.

Die berufliche Benachteiligung von Frauen ist nicht nur ungerecht, den Kulturbetrieben geht damit kreatives Potential verloren. Das wollen wir ändern.

Hintergrund:
Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Grundlagen für Gleichstellung im Kulturbetrieb schaffen“.

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