Vorstellung in der Zeitschrift Virtuos 01/2014

„ZUR STÄRKUNG DER RECHTE VON KREATIVEN GEHÖRT NATÜRLICH NICHT ZULETZT AUCH DAS URHEBERRECHT. DABEI IST FÜR MICH DER ZUGANG ZU UND DIE TEILHABE AN KULTURELLEN GÜTERN GLEICHERMASSEN SCHÜTZENSWERT WIE DIE RECHTE VON KREATIVEN AN IHREN WERKEN. WAS WIR BRAUCHEN, IST EIN ECHTER UND FAIRER INTERESSENSAUSGLEICH IM RAHMEN DES URHEBERRECHTS.

Ulle Schauws

Ulle Schauws hat Ende Januar im Rahmen der Aussprache zur Regierungserklärung der Bundeskanzlerin ihre erste Rede im Deutschen Bundestag gehalten. Sie ist die neue Sprecherin für Kulturpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Vom linken Niederrhein stammend, bringt sie mit einem Studium der Film- und Fernsehwissenschaften einen starken Bezug zur Kultur- und Kreativwirtschaft mit. Auch ihre langjährige Tätigkeit bei Film- und Fernsehproduktionsfirmen mit Dreharbeiten am Set, als Junior-Producerin, als Dramaturgin sowie in diversen TV-Redaktionen kommt ihr für ihre neue kulturpolitische Aufgabe zugute.

„Kultur ist für mich mehr als ein Wirtschaftsgut, Kultur ist notwendiger Teil der Daseinsvorsorge. Der kulturelle Reichtum in unserem Land fordert uns auf, auch in Zukunft alle Möglichkeiten zu nutzen, jede Art von Kunst und Kultur und alle Talente zu fördern. Was wir brauchen ist der Wille, Kultur für alle erlebbar zu machen. Dazu gehört der Mut, finanzielle Mittel auch kleinen Initiativen in aller Bandbreite zur Verfügung zu stellen.“

Ulle Schauws sind durch ihren beruflichen Background die wirtschaftlichen Ängste und Nöte im Bereich der sozialen Absicherung vieler Kulturschaffender sehr vertraut. In den nächsten vier Jahren möchte sie Konzepte und Lösungsvorschläge entwickeln, die dazu beitragen, die soziale und wirtschaftliche Lage von Künstlerinnen und Künstlern weiter zu verbessern. Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen im Kulturbetrieb sieht sie dabei als obligatorischen Bestandteil.

Als kleinste Oppositionsfraktion wird es ihr auch darum gehen, mit ihren Kritikpunkten an der Bundesregierung gehört zu werden. Erste Beanstandungen am Koalitionsvertrag hat sie bereits vorgetragen: So fehlt ihr darin zum Beispiel ein klares Bekenntnis zu sozialen Mindeststandards.

Befragt zum Urheberrecht, antwortet sie: „Zur Stärkung der Rechte von Kreativen gehört natürlich nicht zuletzt auch das Urheberrecht.  Dabei ist für mich der Zugang zu und die Teilhabe an kulturellen Gütern gleichermaßen schützenswert wie die Rechte von Kreativen an ihren Werken. Was wir brauchen ist ein echter und fairer Interessensausgleich im Rahmen des Urheberrechts.“

 

Quelle: http://virtuos.gema.heureka.de/virtuos-012014/grosse-koalition/

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